Kunst im Gespräch 2015 – Abraham und Sally

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Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. Römer 15, 7

Ich sehe zwei Köpfe. Bergkristall und Wüstenrose. Beide wirken kühl, kantig mit zum Teil scharfen Rändern. Ihre Augen starr nach vorne gerichtet, eine weiche Mimik der Gesichtsfläche ist schwer vorstellbar. In den Augen sind Muster erkennbar, und ich glaube, sie sehen immer nur das, was ihrem inneren Bild entspricht und damit auch das, was sie im Außen sehen wollen und können. Wüstenrose streckt Bergkristall die Zunge raus. Können die miteinander? Werden sie jemals in der Lage sein Worte zu wechseln, die der andere versteht? Körperliche Berührungen scheinen kaum vorstellbar. Aber sie haben eine Gemeinsamkeit. In ihrem Fundament ist ein orangefarbenes Kreuz eingearbeitet. Durch die mit nur vereinzelten Farbelementen ausgestatteten Acrylglasskulpturen schimmert dieser orangene Ton des Kreuzes bis in die Stirn. Schaut man genau, meint man das Orange aus fast jedem Blickwinkel zu erkennen. Sie sind Angenommene! Von Grund auf! Von Christus! Durch sein Kreuz! Ob die beiden davon wissen? An dem Tage werdet Ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in Euch, schreibt Johannes. Und weiter, in einer anderen Übersetzung ist zu finden: In das, was er selber ist, kommt er, doch obwohl sie er selber sind, begreifen sie`s nicht. Eine indischer Begrüßungsspruch lautet übersetzt: Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir! Jetzt also. Hier kann der Schlüssel liegen. Im anderen erkennen, dass er auch, so wie ich ein Angenommener ist. So verschieden er auch von mir sein mag. So unterschiedlich wie ein Bergkristall und eine Wüstenrose. Und in ihm wohnt Gott. Eben auch in ihm. Auch wenn das Leben ihn scharfkantig gemacht hat, kühl und manchmal auch starr. Auch wenn er mir die Zunge rausstreckt. Dabei kommt mir in den Sinn, dass sich Gotteserfahrung in der Bibel, eben gerade in der Wüste, und auf dem Berg ereignet. Und ich? Ich bin immer die Skulptur, der Mensch gegenüber. Muss mich selber anschauen. So wie ich bin. Auch innen. Und dann kann ich finden. Das Kreuz. Das verwandelte Kreuz. Durchscheinendes Licht. Dann ist das Dunkel vorüber, wie es heißt. Der Andere wird zum Bruder und zur Schwester… Zitat: Persönliche Betrachtungen von W. S. 

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